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Kuba Politik

Auf Kuba liegt etwas Revolutionäres in der Luft

Von Tobias Käufer

Und wieder ein neuer Beifallssturm. Wie alle 15 Minuten. Die „Revolution des Applauses“, wie es ein User auf Twitter nennt, soll den rund 150 Künstlerinnen und Künstlern Mut machen in der dunklen Nacht von Havanna. Einen Tag nach der gewaltsamen Auflösung eines Hungerstreiks der zivilgesellschaftlichen „Bewegung San Isidro“ ist die noch ein bisschen dunkler als sonst. Die Lichter sind ausgegangen vor und rund um das Kulturministerium, dem Zentrum des Protests in dieser Nacht. Ein gezielt herbeigeführter Stromausfall, vermuten die Anwesenden. Hier weiterlesen.

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Argentinien Latin-Soccer

ZUM TOD VON DIEGO MARADONA: In den Händen Gottes

Bei der WM 1986 wurde er in Argentinien zum Heiligen. Er war einer, der es nach ganz oben schaffte. Nun muss die Fußball-Welt sich von einem ihrer größten Spieler verabschieden: Im Alter von nur 60 Jahren ist Diego Armando Maradona gestorben.

Fan-Verehrung für Diego Maradona und Lionel Messi. Foto: Tobias Käufer

VON TOBIAS KÄUFER, RIO DE JANEIRO

Es reichen die eigentlich wohl berühmtesten drei Minuten eines unvergessenen Fußballspiels, um Diego Maradona zu beschreiben. An jenem 22. Juni 1986 wurde nicht nur die Hand Gottes geboren, sondern auch das „Tor des Jahrhunderts“ erschaffen. Es waren die Minuten, in denen Maradona zur Legende wurde. Als er erst Englands Nationaltorhüter Peter Shilton mit einem irregulären Handtor überwand und drei Minuten später das wohl atemraubendste Solo des 20. Jahrhunderts zum 2:0 hinlegte. Hier weiterlesen

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Brasilien Menschenrechte Politik

Tod im Supermarkt – Proteste gegen Rassismus in Brasilien

In Brasilien haben weiße Sicherheitskräfte eines Supermarkts einen Schwarzen totgeprügelt. Der Fall sorgt für Protest in zahlreichen Städten des Landes und löst eine Debatte über strukturellen Rassismus aus.

Proteste gegen Carrefour in einem Einkaufszentrum in Rio de Janeiro. Foto: Tobias Käufer

Von Tobias Käufer

Diese per Überwachungskamera festgehaltenen Sekunden sind nur schwer zu ertragen: Zwei weiße Sicherheitskräfte schlagen im Kaufhaus Carrefour in Porto Alegre auf den am Boden liegenden Afrobrasilianer João Alberto Silveira Freitas (40) ein. Vier Minuten blieb er offenbar ohne Atemluft. Seine Schreie – aus Schmerz und Angst – sind deutlich zu hören. Um ihn herum Dutzende entsetzte Passanten, die die Szene filmen, während João Alberto schwer verletzt um sein Leben ringt. Der vierfache Vater, der im Dezember erneut heiraten wollte, überlebte diese tödliche Auseinandersetzung nicht. Freunde des Opfers forderten laut „O Globo“ Ermittlungen gegen den Supermarkt. Es sei nicht der erste rassistisch motivierte Vorfall gewesen. Den ganzen Beitrag hier lesen.

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Guatemala Honduras Kolumbien Naturkatastrophen Nicaragua

Mittelamerika: Verwüstung, Armut und Corona

Iota und Eta hinterlassen in Mittelamerika Verwüstung und eine politische Debatte. Guatemalas Präsident befürchtet neue Migrationsbewegungen. Nicaragua fordert Klima-Gerechtigkeit. Von Tobias Käufer

Schwere Zerstörungen auf Karibikinsel San Andres y Providencia. Foto: Presidencia

Die Zahlen drücken nur annähernd aus, was die Menschen in Mittelamerika derzeit durchmachen müssen: Erst wurden durch Sturm „Eta“ 200 Menschen getötet und 4,9 Millionen Menschen direkt oder indirekt von den katastrophalen Auswirkungen getroffen. Dann folgte „Iota“ mit Windgeschwindigkeiten von 250 Kilometern pro Stunde.

Corona-Gefahr in überfüllten Notunterkünften 

Er zerstörte unter anderem über 90 Prozent der Infrastruktur auf der kolumbianischen Karibikinsel San Andres y Providencia. Dann zog der Hurrikan weiter Richtung Mittelamerika. Dort sind auch Tage danach noch längst nicht alle Schäden beziffert, weil immer noch Gemeinden in Nicaragua und Honduras von der Außenwelt abgeschnitten sind. Hier weiterlesen.

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Brasilien Politik

Nach Trumps Niederlage hat Bolsonaro keinen Plan B

Jair Bolsonaro gilt als lateinamerikanische Ausgabe von Donald Trump. Groß ist daher das Entsetzen in Brasiliens rechtem Lager über die Wahlniederlage des US-Präsidenten. Nach dem Ende der Trump-Ära folgt für Bolsonaro jetzt der erste politische Test.

Von Tobias Käufer

Auch wenn Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro in dieser Woche seine Landsleute aufforderte, die Nation müsse im Umgang mit Covid-19 aufhören, ein „Land voller Schwuchteln“ zu sein, gehen seine politischen Freunde lieber auf Nummer sicher. Im zweiten Stock des Hotels „Mar Copacabana“ reißen die Helfer die Fenster auf, die Moderatorin fordert die handverlesenen Besucher auf, Masken zu tragen. Hier weiterlesen

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Brasilien Menschenrechte Politik

Brasilien: „Schwarze Frauen sind eine Gefahr für die Macht“

Mehr als zwei Jahre nach der weltweit mit Bestürzung aufgenommenen Ermordung der afrobrasilianischen Kommunalpolitikerin Marielle Franco erhält in Rio de Janeiro erneut eine Menschenrechtsverteidigerin massive Morddrohungen. Blickpunkt Lateinamerika hat mit der linksgerichteten Abgeordneten Taliria Petrone (PSOL) gesprochen.

PSOL-Politikerin Taliria Petrone wird in Brasilien bedroht. Foto: Tobias Käufer

Von Tobias Käufer & Ramona Samuel

Blickpunkt Lateinamerika: Frau Petrone, können Sie die Drohungen, die Sie erhalten konkret beschreiben?

Petrone: Seit Beginn meines öffentlichen Lebens als Stadträtin gibt es eine Serie politischer Gewalt. Einiges hat sich in Form von Drohungen widergespiegelt, anderes war mehr Ausdruck von Hass. Die Angriffe stammen ganz offensichtlich aus extremistischen Gruppen wie dem White-Supreme-Lager, so wie jene, die vor anderthalb Jahren aus dem „Deep Web“ kamen. Die Polizei hat mich informiert, dass sie Informationen über geplante Mordanschläge gegen mich hat. Das bedeutet, dass sich das Risiko vergrößert hat. Das ist eine sehr ernste Sache.

Das ganze Interview hier lesen.

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Kolumbien Politik

Wenn die Quarantäne zur tödlichen Falle wird

Von Tobias Käufer

Carlota Isabel Salinas hat ihre Quarantäne nicht überlebt. Wie fast alle Kolumbianer befolgte die engagierte Frauenrechtlerin die Anordnungen der Behörden und wollte sich nach Ausbruch der Corona-Pandemie in die eigenen vier Wände zurückziehen. Ihre Killer hatten leichtes Spiel. In den Abendstunden des 24. März wurde Salinas direkt vor ihrer Wohnung im Dorf San Pablo im nordkolumbianischen Bundesstaat Bolivar erschossen. Salinas war Frauenrechtlerin der Nichtregierungsorganisation Femenina Popular. Ihr Engagement für soziale Gerechtigkeit in der Unruheprovinz war ihren Gegnern ein Dorn im Auge. Hier weiterlesen

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Chile Politik

Die Entsorgung des alten Europa hat längst begonnen

Von Tobias Käufer

Um 19.50 Uhr bricht das Feuer aus. Schnell fressen sich die Flammen durch den Kirchturm, der beißende Rauch zieht durch das Viertel von Chiles Hauptstadt Santiago. Dutzende Feuerwehrleute sind im Einsatz, aber als es Nacht wird, bricht der Kirchturm in sich zusammen. Eine der ältesten Sakralbauten der chilenischen Hauptstadt aus dem Jahr 1876, die Mariä-Himmelfahrts-Kirche, brennt bis auf die Grundmauern ab.

Die Bilder der brennenden Kirche am Jahrestag des Beginns der Massenproteste gehen um die Welt. Sie sind ein Vorgeschmack auf das, was der Anden-Nation noch bevorstehen könnte: ein gesellschaftlicher Sturm, der alles hinwegfegt, was irgendwie nach christlich-europäischen Machtstrukturen der vergangenen Jahrhunderte aussieht. Die Entsorgung dieses alten Europa hat längst begonnen, Kollateralschäden inklusive. Hier weiterlesen

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Wirtschaft

Ehemalige Guerillakämpferin wird Vize-Präsidentin des Senats

Griselda Lobo Silva alias „Sandra Ramirez“ ist ein Gesicht des Übergangs. Aber der Frieden bleibt fragil. Ein Porträt. Von Tobias Käufer

Historisch nennt die Tageszeitung „El Espectador“ diese Wahl: Griselda Lobo Silva (56) ist seit dieser Woche die neue Vizepräsidentin des kolumbianischen Senats. Doch unter diesem Namen kennt sie in Kolumbien kaum jemand. 

Griselda Lobo Silva (rechts) neben FARC-Chef Rodrigo Londono. Foto: Tobias Käufer

Viel bekannter ist Lobo Silva unter ihrem Kampfnamen „Sandra Ramirez“, den sie während ihrer mehr als 35jährigen Zugehörigkeit zur Guerilla-Organisation FARC trug. Hier Weiterlesen

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Brasilien Politik

Brasilien in der Coronakrise Bolsonaros Absturz

Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro schert sich wenig um die Gefahren einer Corona-Pandemie. Das könnte sein politisches Ende einläuten, kommentiert Tobias Käufer